Der Begriff des  Judentums in der klassischen deutschen Philosophie
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Internationale Tagung
Der Begriff des Judentums in der klassischen deutschen Philosophie

München, 3. und 4. Dezember 2015

Die Tagung setzt sich zum Ziel, das spezifisch Philosophische an dem Verhältnis der klassischen deutschen Philosophie zum Judentum herauszuarbeiten: Wie wird „das Judentum“ im Ausgang von Kant in die philosophische Theoriebildung affirmativ oder kritisch oder gar diffamierend einbezogen? Wie wird die eigene Philosophie in Abgrenzung vom Judentum konstituiert? Wie wird das Bild (bzw. die Bilder) des Judentums philosophisch konstruiert, und wie wird es für die eigene philosophische Theorie instrumentalisiert, modifiziert und transformiert? Handelt es sich dabei gar um einen spezifisch philosophischen Begriff des Judentums, also um Philosopheme, die in die eigene Philosophie aufgenommen und konstruktiv transformiert werden?

Folgende Elemente und Aspekte des Judentums werden hierfür aus philosophischer Perspektive betrachtet:

  • Der Monotheismus
  • Der Begriff der Schöpfung, der Gottesebenbildlichkeit und des Sündenfalls des Menschen
  • Der Begriff des auserwählten Volkes und des Bundes mit Gott
  • Die Bedeutung des Messianismus und Prophetentums
  • Die Bedeutung der Offenbarung, der heiligen Schrift sowie der Gesetze und Gebote
  • Die Bedeutung der Ägyptischen Gefangenschaft, des Exodus, des (babylonischen) Exils, der Diaspora und des gelobten Landes (Zion)
  • Die mystische Tradition (Kabbala)

Durch Analysen einschlägiger Schriften der klassischen deutschen Philosophie soll das wechselvolle deutsch-jüdische Verhältnis unter dem Aspekt seiner philosophischen Intellektualität exemplarisch aufgezeigt werden. Die Tagung fokussiert vor allem auf die Produktivität des Diskurses, lässt aber auch Schattenseiten der Rezeption wie Antijudaismus und Antisemitismus nicht aus dem Blick. So soll ein differenziertes Bild der philosophischen Rezeption des Judentums im Spannungsraum von Diffamierung, Affirmation und Transformation gezeichnet werden. Behandelte Philosophen sind Immanuel Kant, Friedrich Heinrich Jacobi, Karl Leonhard Reinhold, Friedrich Schiller, Salomon Maimon, Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel.


Die Tagung wird gefördert durch

 

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